Tageslosung vom 25. Juni 2020

„Ich, der HERR, bin dein Heiland, und ich, der Mächtige dein Erlöser.“

Jes 60,16

 

„Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?“

Röm 8,35

 

Ja, wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Das ist eine rhetorische Frage, oder? Eine zentrale Botschaft des christlichen Glaubens ist doch, dass uns eben nichts trennen kann von der Liebe Christi. Aber wieso stellt Paulus dann diese Frage? Im Ganzen gelesen lautet der Vers: „Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?“ Und dann wird deutlich, dass es eben nicht nur eine rhetorische Frage ist. Wie oft lassen wir uns von Traurigkeit, Angst und Verzweiflung übermannen und beschäftigen uns nur noch mit uns selbst und unseren Sorgen? Egoismus, Selbstmitleid und vielleicht auch Stolz ertränken uns und verdrängen die Liebe aus unserem Herzen. Sie verdrängen die Liebe, mit der uns Christus überschüttet und durchtränkt und lassen unser Herz leer werden. „Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?“ - Wir selbst.

Paulus’ Antwort lautet so: „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“. Immer wieder in unserem Leben werden wir mit Dingen oder Mächten konfrontiert, die uns einnehmen und stärker zu sein scheinen als die Liebe. Doch egal, wie stark diese Mächte sind und welch großen Einfluss sie auf uns ausüben, sie können uns niemals ganz von der Liebe Christi trennen!

 

„Ich bete an die Macht der Liebe,

die sich in Jesus offenbart;

ich geb mich hin dem freien Triebe,

wodurch ich Wurm geliebet ward;

ich will, anstatt an mich zu denken,

ins Meer der Liebe mich versenken.“

 

Die Liebe Christi befähigt uns, nicht nur auf uns selbst und unsere Bedürfnisse und Sorgen zu sehen, sondern den Blick auf die Menschen um uns herum zu lenken und die Liebe auf sie übersprudeln zu lassen. Damit lassen wir das Meer der Liebe größer werden und sorgen dafür, dass es immer mehr unserer menschlichen Höhen und Tiefen umspült und anfüllt.

Einen liebevollen Tag wünscht Ihnen,

Ihre Elisabeth Feldhäuser, stud. theol.